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USZ Zürich — PrEP-Sprechstunde Infektiologie

PrEP-Zentrum · Zürich

Wo
Rämistrasse 100, 8091 Zürich
Angebot
PrEP-Beratung und Verlaufskontrollen · HIV/STI-Beratung · Hepatitis-Tests und Behandlung · Infektiologische Beratung

Die PrEP-Sprechstunde am Universitätsspital Zürich bietet Beratung und Begleitung zur medikamentösen HIV-Prävention. Termine finden montags bis freitags von 08.00 bis 17.00 Uhr statt; eine Voranmeldung ist erforderlich. Bei entsprechender Indikation gilt die Kostenübernahme durch die obligatorische Krankenversicherung seit dem 1. Juli 2024, mit Franchise und Selbstbehalt.[3]

Überblick

Am Universitätsspital Zürich ist die PrEP-Sprechstunde der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene zugeordnet. Die infektiologische Abteilung verfügt über langjährige Erfahrung mit der Behandlung von HIV. In ihrer Präventionssprechstunde berät und begleitet sie Personen, die sich für PrEP entscheiden. Das Angebot verbindet damit die Beratung zur HIV-Vorbeugung mit einer ärztlich betreuten Anwendung.[1][3]

PrEP bedeutet Präexpositionsprophylaxe: Medikamente sollen einer HIV-Infektion vorbeugen. Das USZ beschreibt als Zielgruppe Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko, die sich nicht durchgehend mit Kondomen schützen. Für die Schweiz nennt es vor allem schwule und bisexuelle Männer mit wechselnden Sexualpartnern und Schwierigkeiten bei der Kondomanwendung.[3]

Leistungen

Die Informationen zur Sprechstunde behandeln die in der Schweiz zugelassene Kombination Tenofovir/Emtricitabin, kurz TDF/FTC. Die Wirkstoffe wurden ursprünglich zur HIV-Behandlung entwickelt. Die medizinische Begleitung soll insbesondere mögliche Nebenwirkungen und die Entstehung resistenter Viren vermeiden helfen. Zur beschriebenen Überwachung gehören regelmässige Blutkontrollen, mit denen mögliche Organschäden rechtzeitig erkannt werden sollen.[3]

Das USZ nennt sehr seltene Schäden an Nieren, Leber und Knochen. Bei schweren Vorerkrankungen dieser Organe oder akuter Hepatitis B darf TDF/FTC als PrEP nicht eingenommen werden; bei akuter Hepatitis B kann sich die Leberentzündung nach dem Absetzen verschlimmern. Besteht bereits eine HIV-Infektion, kann die Einnahme Resistenzen begünstigen, weil TDF/FTC keine vollständige HIV-Therapie ist. Der Schutz hängt wesentlich von der korrekten täglichen Einnahme ab und nimmt bei unregelmässiger Einnahme ab. Einzelne HIV-Infektionen trotz korrekter Anwendung sind bekannt. PrEP schützt nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Das USZ empfiehlt deshalb die Kombination mit Kondomen sowie regelmässige Untersuchungen auf andere sexuell übertragbare Infektionen, wenn Kondome nicht konsequent verwendet werden.[3]

Kosten

Seit dem 1. Juli 2024 vergütet die obligatorische Krankenversicherung HIV-PrEP bei entsprechender medizinischer Indikation. Zu den Kosten einer HIV-PrEP gehören das Medikament Tenofovir/Emtricitabin, die ärztliche Konsultation und die Laboruntersuchungen. Franchise und Selbstbehalt bestehen weiter; diese Kostenbeteiligung trägt die versicherte Person.[3]

Für das in der Schweiz erhältliche Generikum nennt die USZ-Seite als Orientierung ungefähr 65 Franken für eine Packung mit 30 Tabletten.[3]

Termin und Besuch

Die Sprechstunde findet von Montag bis Freitag zwischen 08.00 und 17.00 Uhr statt. Das USZ verlangt eine vorherige Anmeldung. Für den direkten Kontakt sind die Telefonnummer +41 44 255 33 22 und die E-Mail-Adresse prep_infektiologie@usz.ch veröffentlicht. Die Sprechstundenseite verweist zusätzlich auf ein Kontaktformular.[1]

Als Sprechzimmer ist RAE U 53 an der Rämistrasse 100, 8091 Zürich, angegeben. Die Zuordnung zur HIV-Präexpositionsprophylaxe steht ausdrücklich bei dieser Raumangabe. Für eine Terminverschiebung oder Absage verlangt das USZ den direkten telefonischen Kontakt mit dem zuständigen Fachbereich. Die entsprechenden Kontaktdaten stehen laut Spital im Aufgebot oder auf seiner Website.[1][2]

Praktische Hinweise

Für zuweisende Ärztinnen und Ärzte bietet die Seite der PrEP-Sprechstunde einen Zugang zur Online-Zuweisung.[1]

Häufige Fragen

Ist eine Anmeldung notwendig?

Ja. Für die PrEP-Sprechstunde ist eine Voranmeldung ausdrücklich erforderlich. Die veröffentlichten Sprechstundenzeiten liegen montags bis freitags zwischen 08.00 und 17.00 Uhr.[3]

Übernimmt die Krankenkasse sämtliche Kosten?

Nein. Franchise und Selbstbehalt bleiben bestehen und werden von der versicherten Person getragen. Die obligatorische Krankenversicherung vergütet PrEP seit dem 1. Juli 2024 bei entsprechender Indikation.[3]

Schützt PrEP auch vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen?

Nein. PrEP schützt gegen HIV, nicht gegen andere sexuell übertragbare Infektionen. Das USZ empfiehlt PrEP in Kombination mit Kondomen. Werden Kondome nicht konsequent verwendet, empfiehlt es regelmässige Untersuchungen auf andere sexuell übertragbare Infektionen.[3]

Welche Sicherheitsgrenzen nennt das USZ?

TDF/FTC als PrEP ist bei schweren vorbestehenden Nieren-, Leber- oder Knochenerkrankungen sowie akuter Hepatitis B ausgeschlossen. Bei bereits bestehender HIV-Infektion können Resistenzen entstehen. Die Wirksamkeit hängt von der korrekten täglichen Einnahme ab und sinkt bei unregelmässiger Anwendung.[3]

Quellen und Stand

  1. www.usz.ch/sprechstunde/hiv-prae-expositionsprophylaxe-sprechstunde/Geprüft:
  2. www.usz.ch/kontakt/Geprüft:
  3. www.usz.ch/en/consultation/hiv-pre-exposure-prophylaxis-prep-consultation-hours/Geprüft:
  4. www.usz.ch/kontakt-fachbereiche/Geprüft:
  5. www.usz.ch/bildung/aerzte/Geprüft:
  6. www.usz.ch/medien/Geprüft:
  7. www.usz.ch/international-office/services/Geprüft:
  8. www.usz.ch/international-office/kontakt/Geprüft:
  9. www.usz.ch/en/contact/Geprüft:

Nächste Überprüfung:

Nur zur Orientierung, kein medizinischer Rat. Wende dich für Diagnose und Behandlung immer an Fachpersonen und prüfe die offizielle Quelle.

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BildquelleAnk Kumar

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