
Sehenswürdigkeit
Pasaje Begoña
in Torremolinos, Spanien
Historische Passage, Wiege der spanischen Schwulenszene der 1960er und Schauplatz der Razzia von 1971; heute LGBTQ+-Gedenkort mit Tafeln.
Wo es liegt
Eine kleine L-förmige Fußgängergasse im Zentrum von Torremolinos, in der Nähe der Calle San Miguel und des Bahnhofs.
Was es ist
Der Pasaje Begoña ist ein Ort der historischen Erinnerung: Informationstafeln an den Wänden erzählen von den einstigen Bars, und drei alte Lokale tragen wieder nachgebaute Leuchtreklamen (The Blue Note, Pia Beck, Le Fiacre Club). Für queere Besucherinnen und Besucher ist er ein bewegender Pflichtbesuch und der symbolische Ursprung des schwul-lesbischen Torremolinos.
Geschichte
Ab Ende 1962 entstanden hier mit Tony's Bar die ersten von LGBT-Menschen frequentierten Lokale Spaniens, und zwischen 1962 und 1971 gab es rund 50 Schwulenbars und Musikkneipen. In der Nacht des 24. auf den 25. Juni 1971 stürmte die Polizei der Franco-Diktatur die Gasse, schloss 23 Lokale und verhaftete bis zu mehreren hundert Menschen. Heute gilt der Pasaje als Wiege der LGBTIQ+-Rechte in Spanien, anerkannt vom Abgeordnetenkongress und vom andalusischen Parlament.