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CHUV Lausanne — Service des maladies infectieuses

PrEP-Zentrum · Lausanne

Wo
Rue du Bugnon 46, 1011 Lausanne
Angebot
SwissPrEPared PrEP-Zentrum · Infektiologische Beratung

Die infektiologische Ambulanz des CHUV in Lausanne bietet HIV-PrEP und PEP sowie Prävention und Behandlung sexuell übertragbarer Infektionen für Menschen über 16 Jahre an. Hinzu kommt die fachärztliche Begleitung von Menschen mit HIV. Die Sprechstunde ist bei SwissPrEPared aufgeführt.[1][6]

Überblick

Die CMI gehört zum Dienst für Infektionskrankheiten des CHUV und arbeitet ambulant. Sie klärt Infektionen bei Menschen ab, die von einer Hausärztin, einem Hausarzt oder einer anderen ärztlichen Fachperson überwiesen wurden. Ausserdem behandelt sie diagnostizierte Infektionskrankheiten ambulant. Zur sexuellen Gesundheit gehören die Vorbeugung und Behandlung sexuell übertragbarer Infektionen bei Personen über 16 Jahren, einschliesslich HIV-PrEP und PEP.[6]

Angebot

Für Menschen mit HIV gibt es eine längerfristige Betreuung durch ein Team aus Ärztinnen und Ärzten, spezialisierten Pflegefachpersonen und einer Sozialarbeiterin. Die Begleitung richtet sich nach der jeweiligen Person und erfolgt gemeinsam mit der hausärztlichen Praxis und weiteren beteiligten Fachpersonen. Diese Versorgung von Menschen mit HIV ist ein eigener Bereich neben dem vorbeugenden Einsatz der PrEP.[6]

SwissPrEPared beschreibt für den Zugang zur PrEP zunächst ein ärztliches Gespräch, Tests auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen sowie zusätzliche Blutuntersuchungen vor der Verschreibung. Spätere Kontrollen dienen auch dazu, mögliche Nebenwirkungen festzustellen und erneut auf sexuell übertragbare Infektionen zu testen. Laut CHUV schützt PrEP bei Einnahme nach ärztlicher Verordnung vor HIV, jedoch nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen wie Gonorrhö, Chlamydien oder Syphilis.[2][6]

Kosten und Versicherung

Seit dem 1. Juli 2024 kann die obligatorische Krankenversicherung die HIV-PrEP unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen. Dafür müssen eine Schweizer Krankenversicherung, die persönlichen Kriterien für die Kostenübernahme, die Zugehörigkeit der behandelnden Fachperson zu SwissPrEPared und deren Zulassung zur Abrechnung über die Grundversicherung zusammenkommen. Die versicherte Person muss dafür weder dem Programm beitreten noch an der Studie teilnehmen.[9][2][3]

Die Kriterien unterscheiden drei Gruppen. Zur ersten gehören cis und trans Männer sowie trans Frauen mit männlichen Sexualpartnern, wenn mindestens ein weiteres Merkmal zutrifft: Analverkehr ohne Kondom, die Absicht dazu, eine diagnostizierte STI oder eine HIV-PEP innerhalb der vergangenen zwölf Monate oder Substanzkonsum beim Sex. Zur zweiten gehören Personen, die ohne Kondom Sex mit cis oder trans Männern beziehungsweise trans Frauen mit männlichen Sexualpartnern haben, oder mit Sexarbeitenden aus Ländern mit hoher HIV-Verbreitung in der Gesamtbevölkerung. Die dritte Gruppe umfasst Personen, die ohne Kondom Sex mit HIV-positiven Partnern haben, deren Viruslast nicht unter der Nachweisgrenze liegt.[2]

SwissPrEPared nennt für tägliche PrEP insgesamt ungefähr CHF 2'000 bis 2'500 pro Jahr für Medikamente, medizinische Leistungen und Laboranalysen. Auch bei Kostenübernahme bleiben Eigenanteile: die monatliche Prämie, eine jährliche Franchise zwischen CHF 300 und 2'500 und danach zehn Prozent der Gesundheitskosten bis höchstens CHF 700 jährlich. Wer keiner anspruchsberechtigten Gruppe angehört, trägt die Kosten vollständig selbst.[2]

Termin und Ablauf

Das nationale SwissPrEPared-Programm beschreibt die Kontaktaufnahme mit einem angeschlossenen Zentrum und ein erstes Gespräch als Einstieg. Das CHUV beschreibt die diagnostische Abklärung der CMI für ärztlich überwiesene Personen; ob dort ein direkter Zugang ohne Überweisung für PrEP oder die Versorgung bei STI möglich ist, bestätigt die Seite nicht. Zur Klärung der Zugangsbedingungen sind die CMI-Rezeption unter +41 21 314 10 22 und die im Zentrenverzeichnis genannte Adresse min.inf.cmi@chuv.ch als Kontakte aufgeführt; die Kontaktangaben allein bestätigen keine direkte Aufnahme. Beim Wechsel zu einem SwissPrEPared-Zentrum benötigen Versicherte in einem Hausarzt-, Telemedizin- oder vergleichbaren Modell eine Dauerüberweisung.[2][6][1]

Vor jedem Besuch füllen Programmteilnehmende einen Fragebogen aus, der das Gespräch unterstützt. Davon getrennt ist die Forschung: Die Studie untersucht anhand dieser Angaben die Auswirkungen der PrEP in der Schweiz. Die Fragebogendaten werden anonym gespeichert; ihre wissenschaftliche Verwendung setzt eine schriftliche Einwilligung voraus.[7]

Praktische Angaben

SwissPrEPared führt die Sprechstunde an der Rue du Bugnon 44, 1011 Lausanne. Das CHUV verortet die CMI im Hauptgebäude des Spitals auf Ebene 07, im quartier papier, bei Eingang 43. Als Anschrift des Dienstes für Infektionskrankheiten nennt es dagegen Rue du Bugnon 46. Diese Dienstanschrift wird getrennt von der Adresse der Sprechstunde angegeben.[1][6]

Die regulären Sprechstunden finden montags bis freitags von 09:00 bis 12:00 und von 13:30 bis 16:00 Uhr statt. Die Telefonzentrale ist an denselben Tagen von 09:00 bis 12:00 und von 13:30 bis 16:30 Uhr erreichbar. Für dringende PEP-Anliegen gelten andere Zeiten: montags bis freitags 08:00–12:00 und 13:30–17:00 Uhr bei einer Exposition vor weniger als 48 Stunden. Ausserhalb dieser Zeiten verweist das CHUV betroffene Personen rasch an seine Notaufnahme.[6]

Häufige Fragen

Ist die Teilnahme auch ohne anschliessende PrEP möglich?

Ja. SwissPrEPared steht HIV-negativen Menschen über 16 Jahren offen, die sich für PrEP interessieren. Sie müssen sich nicht zu einer Einnahme verpflichten. Auch Frauen und trans Menschen können teilnehmen.[2]

Wohin verweist das CHUV für einen anonymen Test?

Bei einem gewünschten anonymen HIV- oder STI-Test ohne vorhandene Symptome nennt das CHUV die VISTA-Sprechstunde von Unisanté oder ein Zentrum für sexuelle Gesundheit von PROFA.[6]

Welche Sprachoptionen nennt das nationale SwissPrEPared-Programm?

Für die Teilnahme am SwissPrEPared-Programm sind Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch aufgeführt. Diese Angabe bezieht sich auf die Sprachoptionen des Programms.[2]

Quellen und Stand

  1. www.swissprepared.ch/en/nearest-centres/Geprüft:
  2. www.swissprepared.ch/en/faq/Geprüft:
  3. www.swissprepared.ch/en/faq-for-professionals/Geprüft:
  4. www.swissprepared.ch/en/swissprepared-in-the-media/Geprüft:
  5. www.swissprepared.ch/en/contact/Geprüft:
  6. www.chuv.ch/fr/min/min-home/patients-et-familles/consultation-ambulatoireGeprüft:
  7. www.swissprepared.ch/fr/faq-fr/Geprüft:
  8. www.swissprepared.ch/it/faq-it/Geprüft:
  9. www.swissprepared.ch/de/faq-fuer-fachkraefte/Geprüft:
  10. www.swissprepared.ch/fr/faq-pour-personnel-professionel/Geprüft:

Nächste Überprüfung:

Nur zur Orientierung, kein medizinischer Rat. Wende dich für Diagnose und Behandlung immer an Fachpersonen und prüfe die offizielle Quelle.

Zuletzt geprüft:

BildquelleCHUV Lausanne — Service des maladies infectieuses / www.chuv.ch

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