Pride Aargau 2026: Solidarität als Zeichen – nach dem Tod von Mitgründer Noa

Der 5. September 2026 ist das Datum der dritten Pride Aargau. Die Demo startet ab dem Bahnhofplatz Aarau und führt durch die Altstadt; danach verwandelt sich der Maienzugplatz in ein Festival mit queeren Acts, Reden und Ständen von Organisationen wie Seges, Rainbowsheep, Queer Mittelland und Queeramnesty. Eintritt frei, Motto: «Zämehalt: Mitenand und Förenand!» — auf Hochdeutsch: Zusammenhalt: Miteinander und füreinander.
Dieses Motto trug die Pride Aargau schon 2025. Dass sie es 2026 beibehält, ist kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung: Im Dezember 2025 starb Noa Theo Oehninger, Mitgründer der Pride Aargau und Kopräsident des Vereins, unerwartet. Der 24-jährige Transmann hatte massgeblich dazu beigetragen, queere Sichtbarkeit im Aargau zu etablieren. Die Community trauerte öffentlich, und Kondolenzspenden ergaben 4'130 Franken — das Geld wird als Reservefonds für Veranstaltungen verwendet, die durch schlechtes Wetter beeinträchtigt werden könnten.
Nun führen Jenny Nussbaum und Sonja Geisseler den Verein als Kopräsidentinnen weiter. Das Ziel: «Zämehalt» nicht nur zu proklamieren, sondern zu leben. Die Pride Aargau bleibt werbefrei, kostenlos und ohne politische Parteibindung. Alle sind eingeladen — queer oder nicht — um mitzumachen, zu feiern, zu unterstützen.
Die Pride Aargau steht für einen wachsenden Trend in der Schweiz: regionale Prides, die abseits der grossen Städte entstehen und spezifische Lücken in der queeren Sichtbarkeit schliessen. Während das Zürich Pride Festival 2026 wegen Finanzierungsproblemen abgesagt wurde, wächst die Basis in den Kantonen — Khur Pride in Chur, BernPride, Pride Zentralschweiz, und jetzt die dritte Pride Aargau.
Das Programm der Pride Aargau 2026 ist auf prideaargau.ch zu finden. Wer Noa Theo Oehninger ehren möchte, kann das an diesem Tag tun: durch Anwesenheit, Sichtbarkeit — und Zämehalt.











































