LGBTIQ Helpline
Helpline · National
- Angebot
- Beratung · Diskriminierung oder Gewalt melden · Weitervermittlung
Die LGBTIQ Helpline bietet kostenlose, vertrauliche Peer-Beratung zu sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und Intergeschlechtlichkeit. Sie unterstützt auch Menschen, die Diskriminierung oder Gewalt erlebt oder beobachtet haben, und nimmt Meldungen entgegen.[1][2]
Überblick
Die Beratung steht allen offen, die Fragen zum queeren Leben haben, unabhängig von ihrer eigenen sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. Angesprochen sind lesbische, schwule, bisexuelle, asexuelle, aromantische, trans, nichtbinäre und intergeschlechtliche Menschen sowie Personen, die sich noch unsicher sind. Auch Eltern können sich mit Fragen zum Coming-out ihres Kindes und zu dessen Unterstützung an die Helpline wenden.[2][1]
Das Angebot beruht auf Beratung durch Menschen mit eigenen queeren Erfahrungen. Die Beratenden sind selbst schwul, lesbisch, bi, trans, nichtbinär oder intergeschlechtlich. Sie beraten nicht als Fachpersonen, können aber ihre Erfahrungen zur Unterstützung einbringen. Zum Rahmen gehören die Verpflichtung zur Vertraulichkeit und regelmässige Schulungen für die Beratung.[1]
Angebote
Im Gespräch geht es sowohl um konkrete Fragen als auch darum, mit einem Anliegen gehört zu werden. Beispiele sind die Suche nach Kontakten zu anderen lesbischen Frauen oder die Frage, wie sich ein verändertes Verständnis der eigenen Orientierung in der Familie ansprechen lässt. Wenn die Helpline eine Frage nicht beantworten kann, vermittelt sie an passende Stellen weiter.[2]
Menschen, die Diskriminierung oder Gewalt erlebt oder beobachtet haben, können einen Vorfall melden und bei Bedarf Unterstützung erhalten. Die Meldungen fliessen in die Statistik ein. Für eine Meldung von LGBTIQ-feindlicher Gewalt ist kein Beratungsgespräch erforderlich: Die Erfassung eines Vorfalls und der Wunsch nach persönlicher Beratung sind voneinander unabhängig.[2][1]
Zugang und Unterstützung
Persönliche Beratungsgespräche sind in Basel, Bern und Zürich nach Terminvereinbarung möglich. Interessierte nehmen dafür Kontakt mit der Helpline auf. Bei diesen Gesprächen hören die Beratenden zu und geben Hinweise; auf Wunsch stellen sie auch den Kontakt zu weiteren Angeboten oder Fachpersonen her.[1]
Wer die Arbeit finanziell unterstützen möchte, kann spenden oder eine Patenschaft übernehmen. Die Helpline arbeitet mit freiwilligen Beratenden, wird von Pink Cross unterstützt und finanziert sich durch Beiträge von Stiftungen sowie durch Spenden.[3]
Kontakt
Unter 0800 133 133 ist die telefonische Beratung auf Deutsch von Montag bis Freitag zwischen 19 und 21 Uhr erreichbar. Für den Live-Chat gilt dasselbe Zeitfenster. Diese Zeiten beziehen sich auf Telefon und Chat; E-Mail-Anfragen können auch ausserhalb dieser Beratungszeiten geschickt werden.[2][1]
Für E-Mail-Anfragen nennt die Helpline eine Antwortfrist von 72 Stunden mit dem Zusatz Montag bis Freitag. Wer Beratung auf Französisch, Italienisch oder Englisch wünscht, meldet diesen Wunsch per E-Mail oder Chat. Eine beratende Person nimmt anschliessend Kontakt auf.[2][1]
Häufige Fragen
Ist die Beratung kostenlos und anonym möglich?
Die Beratung ist kostenlos. Eine Kontaktaufnahme ist auch anonym möglich. Die Beratenden sind zur Vertraulichkeit verpflichtet; Anonymität und vertraulicher Umgang mit dem Anliegen gehören damit ausdrücklich zum beschriebenen Angebot.[3][1]
Ist die Helpline für akute Notfälle zuständig?
Telefon- und E-Mail-Beratung sind nicht für Notfälle vorgesehen. Bei gerade erlebter LGBTIQ-feindlicher Gewalt oder einem anderen akuten Notfall verweist die Helpline an die Polizei unter 117. Sie bietet Unterstützung an, sobald die betroffene Person in Sicherheit ist und, falls nötig, medizinisch versorgt wurde.[1]
Welche weiteren Anlaufstellen nennt die Beratungsseite?
Für rechtliche Fragen nennt sie unter anderem LOS, Pink Cross und TGNS. Rechtsberatung zu Fragen, die unmittelbar mit HIV/AIDS zusammenhängen, wird der Aids-Hilfe Schweiz zugeordnet. Diese spezialisierten Angebote sind als weitere Anlaufstellen aufgeführt.[2]
Quellen und Stand
- www.lgbtiq-helpline.ch/enGeprüft:
- www.lgbtiq-helpline.ch/en/adviceGeprüft:
- www.lgbtiq-helpline.ch/en/donationsGeprüft:
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