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Zürich trifft die Welt: Globaler LGBTIQ+-Gesundheitsgipfel an der UZH

par Queer Switzerland editorialPublié 24 juin 20263 min de lecture

Vom 23. bis 26. Juni 2026 versammelte die Universität Zürich rund 80 Forschende und Vertretende aus über 70 Ländern für den Auftaktworkshop des Projekts «Global LGBTIQ+ Health». Das internationale Treffen, geleitet von Prof. Dr. Tabea Hässler vom Institut für Sozialpsychologie der UZH, bringt erstmals ein globales Forschungskonsortium zusammen, das untersucht, wie LGBTIQ+-Menschen weltweit gesünder und sicherer leben können.

Das Projekt wird durch einen SNSF Starting Grant finanziert und unterscheidet sich bewusst von bisherigen Ansätzen: Anstatt westliche Fragestellungen in andere Länder zu exportieren, werden lokale Expertinnen und Experten von Anfang an in die Forschungsplanung einbezogen. «Globale Forschung funktioniert nur, wenn lokale Expertise von Anfang an einfliesst», betont Hässler. Das Schweizer Forschungsteam arbeitet dabei Hand in Hand mit LGBTIQ+-Organisationen aus allen Kontinenten.

Die Themen des Workshops spiegeln die Vielfalt queerer Gesundheitsrisiken weltweit wider: Diskriminierungserfahrungen und ihre Auswirkungen auf die körperliche und mentale Gesundheit, soziale Unterstützungsnetzwerke, rechtliche Anerkennung, Sicherheit und Zugehörigkeit sowie Minderheitenstress bei LGBTIQ+-Personen. Gerade in Ländern, wo queere Menschen von rechtlicher Anerkennung weit entfernt sind, ist die Forschungslücke besonders gross.

Das Projekt ergänzt den Schweizer LGBTIQ+-Panel, eine seit 2019 laufende Langzeitstudie über die Lage queerer Menschen in der Schweiz. Öffentliche Veranstaltungen fanden am 23. Juni (Podiumsdiskussion zum globalen Backlash gegen LGBTIQ+-Rechte) und am 24. Juni (öffentliche Vorlesung) statt. Für queere Menschen in der Schweiz ist dieses internationale Forschungsengagement ein positives Signal: Die Schweiz positioniert sich als Standort für globale queere Gesundheitsforschung.

Source: UZH News — Universität Zürich

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