Gonorrhö in der Schweiz: Der starke Anstieg flacht ab – das zeigen die neuesten Zahlen

Die jüngsten offiziellen Zahlen erzählen eine weniger dramatische, aber weiterhin relevante Geschichte: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weist für 2025 insgesamt 6'895 gemeldete Gonorrhö-Fälle aus. Das sind 0,4 Prozent mehr als 2024 und entsprechen 75,84 Meldungen pro 100'000 Einwohner:innen. Nach dem deutlichen Anstieg gegenüber der Zeit vor der Pandemie hat sich die Zahl im Jahr 2025 damit weitgehend stabilisiert. Auch die BAG-Lagebeurteilung für sexuell übertragbare Infektionen beschreibt den verfügbaren Sechsmonatstrend insgesamt als stabil — einzelne Monate können trotzdem stark schwanken.
Das ist weder Entwarnung noch Anlass für Alarmismus. Die Meldungen liegen auf einem hohen Niveau, aber die aktuellen Daten belegen keinen neuen explosionsartigen Ausbruch. Zudem können häufigere Tests einen Teil steigender Diagnosezahlen erklären. Wichtig ist auch: Sexuell übertragbare Infektionen verursachen nicht immer Beschwerden. Wer sich nur an Symptomen orientiert, kann eine Infektion deshalb übersehen.
Für schwule, bisexuelle und queere Männer sowie andere Männer, die Sex mit Männern haben und wechselnde Sexualpartner haben, empfiehlt die offizielle Schweizer LOVE-LIFE-Information regelmässige Tests. Der passende Rhythmus hängt von der individuellen Situation ab. Der persönliche Safer-Sex-Check von LOVE LIFE sowie Checkpoints und andere Beratungs- und Teststellen geben dafür eine individuelle Empfehlung. Dieser Artikel ordnet öffentliche Daten ein und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung.





































































