LGBTIQA+-Organisationen lancieren Schweizer Strategie für psychische Gesundheit

Queere Menschen in der Schweiz sind psychisch deutlich stärker belastet als die übrige Bevölkerung. Depressionen, Angststörungen und Suizidalität kommen in LGBTIQA+-Bevölkerungsgruppen nachweislich häufiger vor — und wer im Gesundheitssystem Unterstützung sucht, stösst dort oft auf Unwissen, Diskriminierung oder fehlende Sensibilisierung.
Um das zu ändern, haben vier queere Dachorganisationen im März 2026 gemeinsam die LGBTIQA+ Strategie psychischer Gesundheit vorgestellt: die Lesbenorganisation Schweiz (LOS), Pink Cross, das Transgender Network Switzerland (TGNS) und Interazione. Es ist das erste Mal, dass die grössten nationalen Verbände eine gemeinsame, strukturierte Forderungsliste in diesem Bereich vorlegen.
Die Strategie richtet sich an drei Ebenen: die Politik (mehr Daten, gezielte Förderung, Schutz vor schädlichen Praktiken wie Konversionstherapie), das Gesundheitswesen (Aus- und Weiterbildung von Fachkräften, niedrigschwellige Anlaufstellen, trans-kompetente Versorgung) und die Forschung (systematische Erhebungen über die Gesundheitslage queerer Menschen in der Schweiz).
Für Menschen, die jetzt Hilfe suchen: Anlaufstellen gibt es bei den kantonalen Checkpoints, der nationalen Beratung von Pink Cross sowie bei HAZ Queer Zürich, Dialogai Genf, VoQueer Lausanne und weiteren regionalen Vereinen. In einer psychischen Krise ist die Dargebotene Hand (143) rund um die Uhr erreichbar.
Die Strategie steht auf den Webseiten der beteiligten Organisationen zum Download bereit und soll als Grundlage für Verhandlungen mit dem Bund und den Kantonen dienen.
Quelle: bern.lgbt / Pink Cross




































































