Multiresistente Shigellen breiten sich aus: Was schwule und bisexuelle Männer wissen sollten

Ein resistenter Erreger, der sich über Sex verbreitet Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) warnt vor multiresistenten (MDR) und teils extrem resistenten (XDR) Shigellen-Stämmen, die sich in Europa ausbreiten: Seit 2023 wurden über 2300 Fälle sieben unterschiedlichen Clustern zugeordnet. Laut ECDC betrifft der Ausbruch vor allem Männer, die Sex mit Männern haben. Das Community-Portal gay.ch berichtete über einen verwandten Ausbruch in Grossbritannien: Die sexuell übertragbare Variante verbreitet sich vor allem durch Rimming und anderen oral-analen Kontakt, braucht nur eine winzige Erregermenge und breitet sich etwa doppelt so schnell aus wie andere Shigellen-Stämme. Typisch sind Durchfall, teils blutig, der länger anhält als eine gewöhnliche Magen-Darm-Grippe.
Was wirklich hilft Shigellen können sich beim Sex sowie über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser verbreiten. Gute Hygiene bleibt wichtig. Die ECDC rät: bei Durchfall oder Magen-Darm-Beschwerden auf Sex verzichten, bis die Symptome abgeklungen sind, und bei starken, blutigen oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat suchen — wegen der Resistenzen braucht es teils gezielte Tests, bevor eine Behandlung wirkt. In der Schweiz können Checkpoint-Zentren zu sexueller Gesundheit beraten. Bei Verdacht auf Shigellen sollte gezielt eine medizinische Abklärung und ein passender Test erfragt werden.
Quelle: ECDC / gay.ch





















































































