Grindr zahlt Millionen nach Weitergabe von HIV-Daten – das solltest du wissen

Worum es geht Grindr hat sich Anfang September 2026 in einem Sammelklage-Verfahren in Grossbritannien bereit erklärt, umgerechnet rund 30 Millionen Euro (26 Millionen britische Pfund) an mehr als 10'000 Nutzer*innen zu zahlen. Die Kläger*innen warfen der App vor, zwischen 2018 und 2020 sensible Daten – darunter teils HIV-Status, Datum des letzten HIV-Tests und PrEP-Nutzung – ohne ausreichende Zustimmung an Werbefirmen weitergegeben zu haben. Grindr bestreitet die Vorwürfe, erkennt aber laut eigener Mitteilung den Vertrauensverlust der betroffenen Nutzer*innen an; eine Haftung wird im Vergleich nicht anerkannt.
Warum das auch hier zählt Der Fall betrifft die Zeit unter der damaligen chinesischen Eigentümerin Kunlun Tech, vor dem heutigen Betreiber. Queer Switzerland ist kein Rechtsberater, und der Vergleich ist britisches Recht – trotzdem lohnt sich für alle, die eine Dating-App mit Feldern zu HIV-Status oder PrEP nutzen, ein Blick in die eigenen Privatsphäre-Einstellungen: Welche Angaben sind öffentlich sichtbar, welche gehen laut Datenschutzerklärung an Dritte? Wer unsicher ist, kann sich zusätzlich bei Checkpoint oder einer anderen Anlaufstelle zu sicherem Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten online beraten lassen.
Quelle: LGBTQ Nation / Malwarebytes / Grindr Inc. SEC filing





















































































